Bali Travel

Über Ketut unsere Taxibekanntschaft und das Galungan/Kuningan Fest

Der Geruch von Räucherstäbchen hängt in der Luft. Draußen ist es schwül – für einen Moment, muss ich mich erst einmal an das Klima gewöhnen. Aber ja – ich bin angekommen und überwältigt von dem Gedanken, auf der anderen Seite der Welt angekommen zu sein. Vom Flugzeug aus, geht es erst einmal in das Flughafengebäude. Ein paar Kontrollen und zack – sind wir schon in der Schleuse, die uns zum Ausgang führt.

In der Ankunftshalle befindet sich eine, aus Taxifahrern formierte, Menschentraube: Blinkende Handys auf Selfiesticks signalisieren das Wort ›Taxi‹. Andere halten es ganz einfach und halten Pappschilder in die Höhe.

Ketut ist unser Mann – und wie sich herausstellt, kann er auch noch ein paar Fetzen Deutsch. Seine Schwester, so sagt er, habe vor einigen Jahren in Hessen eingeheiratet. Und er selber habe sich vor einigen Jahren nach Deutschland begeben. Jedoch fehle es in Deutschland deutlich an Lebensqualität: »Die Leute arbeiten nur und werden krank. Da ist keine Freude im Leben.« Nach einer längeren Zeit entschloss er sich dann doch nach Bali zurückzukehren. Seid dem ist er Taxifahrer und fährt Touristen von A nach B. Mit Ketut machen wir uns dann auf dem Weg vom Flughafen Denpasar zu unserer Bleibe nach Sanur. Unterwegs erzählt er von dem traditionellen Häuserbau der Balinesen, der laut Ketut stark mit der Spiritualität in Verbindung steht.

»Die Leute arbeiten nur und werden krank. Da ist keine Freude im Leben.«

Penjors zum Galungan und Kuningan in Sanur


»Das ist vergleichbar wie mit Weihnachten.« Schreibt mir ein balinesischer Instagram-User der mit seiner Frau auf Bali lebt. Als ich meine ersten Bali-Aufnahmen auf Instagram hochlud, schrieben seine Frau und er mir eine E-Mail: ob uns Bali gefallen würde und wie viel wir schon gesehen hätten. Zudem könnten wir uns bei ihnen gerne per E-Mail melden, wenn wir Fragen hätten. »Schaut euch auf jeden Fall die ›Penjors‹ an. Die befinden sich vor jedem Haus und werden von den Bewohnern geschmückt.« Schrieben sie uns noch in einem Absatz.

»Schaut euch auf jeden fall die ›Penjors‹ an. Die befinden sich vor jedem Haus und werden von den Bewohnern geschmückt.«

In der Tat sind die ›Penjors‹ nicht zu übersehen. Penjors sind lange Bambusstangen, die sich im hohen Bogen bis in die Straßenmitte hinein neigen. Diese werden von den Einheimischen aufwendig und kunstvoll verziert und lassen sich vor jedem Haus und im gesamten Straßenverlauf zum Galungan & Kuningan vorfinden.

Tempel voller Opfergaben

In der Zeit des Galungan und Kuningan, sind die Straßen zum Großteil am späten Nachmittag wie leer gefegt. In den Tempeln lagern unzählige Opfergaben übereinander – ein Indiz, das darauf hindeutet, wie stark besucht diese Heiligenstätte in den frühen Morgenstunden gewesen sein muss. Die Sonne brennt auf unserer Haut, während wir unsere Streifzüge durch die leeren Tempelanlagen machen.

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