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2020

Gestern steckten wir noch in den Weihnachtsvorbereitungen und nun steht auch schon das neue Jahr vor der Tür. Ich weiß nicht, wie es dir erging – doch empfand ich 2020 als ein ziemlich krasses Jahr. Was alles in diesem Jahr passiert ist, brauche ich nicht aufzurollen – das Jahr ist sicherlich an niemanden einfach so vorbeigezogen. Für mich war es ein Jahr zwischen Neubeginn, Umbruch und Weitermachen. Mit vielen eingestreuten Überraschungen.

Von 2019 zu 2020

2019 schaffte es definitiv auf meine: ein Jahr zwischen Freude und starker Trauer Liste. Von daher verabschiedeten wir das Jahr 2019 ohne viel Tamtam und ziemlich ruhig für uns allein auf dem Land. Es war draußen so kalt, dass ich mein Bier ohne Handschuhe gar nicht halten konnte. Ich weiß noch, wie ich das Feuerwerk der umliegenden Dörfer vom Horizont aus beobachtete und zu David sagte, dass 2020 ein ziemlich eigenartiges Jahr werden würde. Gut und dennoch eigenartig. Manchmal, da überkommt mich so ein Gefühl — doch oft liege ich gar nicht Mal so falsch mit meiner intuitiven Prognose.

Ein abrupter Anfang

2020 startete dann bereits schon abrupt und schnell. Zwar hatte ich zu Jahresende eine, was ich im neuen Jahr vermeiden möchte Liste geschrieben, doch schien sie sich in den ersten Tagen bereits aufgelöst zu haben. Mein Alltag nahm eine rasante Geschwindigkeit an. Ich hatte mein kaputtes Knie aus 2019 grade auskuriert, als ich dann wieder zu pendeln begann: zwischen Wuppertal und Bremen zwischen Uni, Arbeit und vielen Gedanken. Es ergaben sich kaum Gelegenheiten, um einfach Mal runterzukommen – um einfach Mal 2019 zu verarbeiten. Ende Februar bekam ich das Gefühl, bereits schon völlig erschöpft zu sein. Ich verschob meine Pausen ständig auf April und Sommer. Auf dann, wenn ich wegfahren würde. Eine sehr untypische Art von mir, mit dem Alltag umzugehen. Und hier durfte ich auch schon Mitte März meine erste Lehre des Jahres ziehen: Wenn du etwas erleben willst, höre auf es auf, irgendwann zu verschieben. Mache es jetzt. Wenn du Pausen brauchst, verschiebe sie nicht auf morgen. Sondern gönne sie dir jetzt. Die Zeit läuft uns schon nicht davon.

Wenn du etwas erleben willst, höre auf es auf, irgendwann zu verschieben. Mache es jetzt. Wenn du Pausen brauchst, verschiebe sie nicht auf morgen. Sondern gönne sie dir jetzt.

Der erste Shut- und Lockdown …

Ich versuche seit einigen Jahren so gut es geht in Lösungen zu denken – nicht in Problemen. Probleme blockieren unseren Geist in seiner schöpferischen Kraft. Ich nutzte die – gezwungener Maßen – (mehr oder weniger) freie Zeit, um mich an den derzeitigen Istzustand anzupassen. Und siehe da – 2020 wurde zu einem meiner produktivsten Jahre! Ich arbeitete an diversen Projekten wie auch Aufträgen und machte ausnahmslos alles, was ich mir zu machen vorgenommen hatte. Zumindest projekttechnisch – denn auf das Reisen verzichteten wir in diesem Jahr aufgrund der Pandemie. Eine Zeit lang wachte ich Morgens besonders früh auf. Zwischen 4-6 Uhr Morgens. Ich gewöhnte mir von da an an, vor der Arbeit ruhig in den Tag zu starten: Mit einer Kanne Tee, einem guten Buch (oder ich schrieb Geschichten) und mit vielen Kerzen und Ruhe.

Probleme blockieren unseren Geist in seiner schöpferischen Kraft.

Projekte, die dieses Jahr ins Laufen kamen…

Zu Beginn des Jahres entstand mein Zine Über die Gefahren beim Reisen. Gleichzeitig entstand ein weiteres Zine mit der Fotografin Ana Rodriguez Kaninchenland. Meine Website Studio ZMKD habe ich dann in der selben Zeit entworfen und mit der Hilfe eines Freundes geschrieben. Sie ging dann im März Online. Kurz danach -– zu Beginn der 1. Quarantäne — fing ich an, ein schriftliches Tagebuch über die Zeit in Quarantäne zu verfassen. Die Texte lassen sich in der Publikation der HfK Bremen Are you ok? Are we ok? lesen. Gleichzeitig arbeitete ich an meinem freien Projekt Quarantäne Magazin #1-#3. Das Magazin erschien von April bis Mai 2020 und ist auch weiterhin auf meiner Website abrufbar. Bei YAYA Talk war ich im April zu Gast bei einem Podcast. Im August veröffentlichte Lara Zimmer dann ihr Buch 100 % Fusion Liebe auf Amazon – als POD & Kindle Version. Hier habe ich das Konzept für die Buchgestaltung übernommen, wie auch die Fertigstellung ihres Ebooks. Im Oktober entschieden wir uns dann dazu, das Buch in den Druck zu geben (eine sehr schöne Entscheidung!). Zwischenzeitlich haben die Wuppertaler Sängerin Lea Sander und ich Fotografien für ihre Website & ihren Instagram Channel gemacht. Und im gesamten Jahr entwickelten sich neue Ideen für Nachhaltige Produkte bei Wuppertal Original. Das ist nur ein kleiner und kurzer Einblick in das Jahr 2020. Ein produktives Jahr – und ich bin dankbar für jede Erfahrung, die ich in diesem Jahr machen durfte.

Was steht 2021 an?

Natürlich wünsche ich mir nichts sehnlicher, als im nächsten Jahr wieder reisen zu können. Ich vermisse die Berge und das Fotografieren von atemberaubenden Landschaften. Ich vermisse das Aktiv sein, das Wandern und für mich entdecken. Nein – diese Leidenschaft ist in dieser Zeit nicht verpufft. Aber ja — es gab in diesem Jahr wichtigeres, als der Sehnsucht hinterher zu trauern.

Da ich derzeit noch nicht weiß, wie es mit dem Reisen aussieht, habe ich mir viele Gedanken zu neuen Projekten gemacht. Seid gespannt! Zudem werden Lara Zimmer und ich im nächsten Jahr noch einmal an einem neuen Projekt zusammenarbeiten. Ich freue mich schon sehr darauf!

Meine Serien, Filme, Bücher, Songs in 2020

Wie viel Zeit hast du in diesem Jahr mit Filmen/Serien/ Dokus etc. verbracht? Ich fange mal mit ein paar meiner 2020 Serien Highlights Liste an: Eigentlich sollte es dieses Jahr nach Norwegen gehen… Ging es auch in gewisser Hinsicht mit der Serie Hjem til Jul auf Netflix. Zudem habe ich es geschafft Jugendserien — die ich damals angefangen und nicht abgeschlossen hatte — zu Ende zu schauen. Dazu gehörten vor allem Friends und Dr. House.
Also meine Serien Highlights in 2020
1. Friends
2. Hjem til Jul
3. La casa del papel
4. Dr. House
5. Love, Dead & Robots
6. Outlander
7. Game of Thrones (ja, ich habe es erst jetzt geschafft, die letzte Staffel zu schauen)
8. Better Call Saul
9. Dash & Lilly (für mein Weihnachtsfeeling)

Filme & Dokumentationen 2020
Ich war dieses Jahr garnicht im Kino und kann es kaum erwarten, ein Kino in (hoffentlich) nächster Zeit wieder aufzusuchen. Ein Film, den ich dieses Jahr auf Amazon geschaut habe und der mir besonders in Erinnerung geblieben ist, ist Mon Roi – Mein ein mein alles von Maïwenn.

Ansonsten kann ich noch die Dokumentation Heal auf Netflix empfehlen. Die gefiel und tat mir gleichzeitig gut! Ich habe in diesem Jahr besonders viele Dokumentationen geschaut. Zu diesem Thema, schreibe ich jedoch einfach einen eigenen Blogeintrag.

Wie war dein Jahr 2020? Welche Momente taten dir besonders gut? Welche haben dich ordentlich gefordert? Was war besonders an diesem Jahr? Welche Filme, Lieder, Videos und Podcasts haben dich durch das Jahr begleitet?

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