Anleitung für dein Moodboard

Finde in 5 Schritten eine Bildwelt für deine Marke

Du bist dabei für dein Unternehmen oder deine Marke die richtige Bildwelt zu finden? Und irgendwie weißt du nicht, wie du das machen sollst? Dann bist du hier genau richtig.

Bilder bestimmen deinen visuellen Auftritt. Jedes Bild, das es bei dir in den Recall schafft und dann auf deiner Website landet, verfügt über einen visuellen Code. Dieser vermittelt deinen BetrachterInnen eine Stimmung, Haltung, Werte, einen Lifestyle, der mit deiner Marke in Verbindung gebracht wird. Wenn du mehr über visuelle Codes in deinen Bildern erfahren möchtest, dann lies dir diesen Artikel von mir durch.

Es ist immer gut zu wissen, wonfach du suchst

Solltest du dir also vorab noch nicht über die Werte, die Haltung und Einstellung deiner Marke im Klaren sein, nimm dir etwas Zeit, um dir diese Fragen beantworten zu können. Eine Recherche zu betreiben ist in solchen Fällen ebenfalls sehr von Vorteil. Du kannst die Moodboardmethode, die ich dir hier gleich an die Hand gebe, auch in solch einem Fall verwenden.

Wähle drei Schlagwörter, die du mit deiner Marke in Verbindung bringst

Wenn du nicht weißt, wie du mit deiner Recherche starten sollst, dann notiere dir drei Schlagwörter, die du mit deiner Marke verbindest. Das ist schon einmal eine wichtige Voraussetzung für deine Recherche: zu wissen, wonach du suchst. Sonst verschluckt dich Pinterest mit all seinen wunderbaren, hübschen Bildchen.

Suche nach diesen drei Begriffen im Web (z.B auf Pinterest/Instagram/…) oder schneide Bilder & Begriffe aus deinen Print-Medien aus, die du mit deiner Marke in Verbindung bringst. Nur Mut – du kannst bei deinem Moodboard nicht falsch machen.

Eine Bildwelt für deine Marke zu entwickeln ist wichtig…

…zum einen, weil sie dich von der der Konkurrenz abhebt, zum anderen, um deiner Marke ein eigenes Gesicht zu geben. Es schafft dir einen Wiedererkennungswert bei deinen Kundinnen und Kunden. Ich verfolge hierbei immer folgendes Ziel: Ich möchte, dass meine Kundinnen und Kunden meine Bildwelt auch sofort mit meiner Marke in Verbindung setzen. Und dasselbe möchte ich auch für die Präsentation meines Kunden oder meiner Kundin auch.

Mood Boards erstellen können wir alle

Collagieren & Moodboards erstellen, können wir alle – dafür benötigen wir höchsten Internet und ggf. einen Drucker, Magazine, einen Klebestift und eine Schere. Und ganz wichtig – Muse. Und ich garantiere dir – du wirst von dir, deiner Kreativität und deinem Geschmack überrascht sein!

Ein Moodboard ist vor allem dann sehr nützlich, wenn du Inspiration für den visuellen Ausdruck und das Auftreten deiner Marke suchst. Es ist jedoch auch ein gutes Werkzeug, um die Idee deines Unternehmens mit weiteren Begriffen und Bildern zu versehen. Lass uns also starten mit …

How to Moodboard – oder wie ich zu meiner Bildwelt finde…

Du hast keinen Drucker, aber dafür Magazine? Sehr gut – schnapp dir deine Magazine und schneide drauf los. Du hast keine Magazine, aber einen Drucker & Computer? Dann druck dir deine Inspirationen aus, wenn du willst. Du willst nicht drucken? Na, dann erstelle dir ein digitales Moodboard.

Wie auch immer du dein Moodboard erstellen möchtest – tu.es.und.trau.dich. Denn glaub mir: Die Suche nach der eigenen Bildwelt macht unglaublich viel Spaß!

Ich habe dir in diesem Artikel versprochen, dich mit 5 Schritten vertraut zu machen, die dir dabei helfen, deine eigene Bildwelt für deine Marke zu finden. Diese Herangehensweise wende ich in meinem Arbeitsalltag als Kommunikationsdesignerin ebenfalls bei den unterschiedlichsten Projekten an. Somit sind diese Schritte von mir hart erprobt und ich wünsche mir sehr, dass sie dir bei deiner eigenen Arbeit weiterhelfen werden:

#1 – Entscheide dich:
Moodboard a la Digital oder Analog?

Entscheide dich – willst du ein Digitales oder doch eher ein analoges Moodboard erstellen?
Dank Seiten wie Pinterest, IG & Co lassen sich digitale Moodboards schnell & einfach online zusammenstellen. Du kannst sie sogar für alle anderen unsichtbar machen, sodass niemand außer dir auf deine Moodboards zugreifen kann.

Ich verwende zum Arbeiten immer gedrucktes Material. Somit kann ich auf meiner Magnetwand oder auf dem Boden ständig Bilder hin- und herschieben, aussortieren, neue hinzufügen, umordnen etc. Inspirationen sammle ich dann auf diversen Seiten wie Pinterest, Instagram, Google Bilder, Websites… oder nutze bereits gedrucktes Material aus verschiedenen Print-Medien (Magazine, Bücher, Zeitungen…).

Deine erste Aufgabe: Entscheide dich für eine Methode, um dein Moodboard zusammen zu stellen.

#2 – Timer on für die Inspirationssuche…

Stelle dir einen Timer. Der gute alte Timer … Er ist hierbei besonders wichtig. Ehe du dich versiehst, sind auf einmal 8 Stunden vergangen – nur für die reine Suche nach Inspirationsmaterial. Wo sind diese 8 Stunden auf einmal hin? Du weißt selbst, wie schnell wir uns in dieser unersättlichen Welt voll Inspirationen verlieren können.

Deine zweite Aufgabe: Stelle dir also deinen Timer ein – am besten auf maximal drei Stunden für die Recherche. Das sollte fürs Erste reichen.

#3 – Bring dir genügend Zeit mit

Die Suche nach deiner Bildwelt benötigt vor allem eins: Zeit …

  • Zeit für deine Recherche
  • Zeit für das Ausschneiden und Collagieren
  • Zeit zum Betrachten deiner Collagen bzw. deines Moodboards
  • Zeit um das Betrachtete zu reflektieren
  • Zeit um ggf. noch einmal mit einer neuen Recherche zu beginnen

#4 Betrachte dein Moodboard / deine Collage

Betrachte deine Collage(n) – was fällt dir auf? Richte hierbei deinen Fokus auf …

  • Motive (was sehe ich? Menschen, Stilleben, Landschaften,…)
  • Objekte (was für Objekte sind abgebildet? Pflanzen, Schmuck, Stoffe, Papier, Texturen,…)
  • Räumlichkeiten (Indoor, Outdoor)
  • Farben (welche Farben dominieren hier? Sind es knallige Farben, Pastelltöne, Erdtöne, Kontraste, sind sie hell oder dunkel,…)
  • Stimmung (welche Stimmung wird hier vermittelt? Fröhlich, verträumt, streng, wild, gemütlich, harmonisch, disharmonisch,…)
  • Stil (Welcher Stil dominiert hier? Ist er minimalistisch, funktional, plakativ, zart, vintage, …)

Und stelle dir hierbei folgende Fragen: Entspricht das, was ich in meinem Moodboard sehe, den Werten und Vorstellungen, die ich mit meiner Marke verbinde? Welche Elemente wiederholen in den Bildern? Kann ich mit diesen Bildern bereits jetzt schon den von mir gewünschten Eindruck bei meinen Kundinnen und Kunden entstehen lassen?

#5 Lass deine Collage eine Nacht liegen

Lass dein Moodboard eine Nacht liegen – entspanne deinen Blick und deinen Geist. Warum? Ganz einfach – weil die Recherche und das Zusammenstellen deines Moodboards sehr viel Konzentration von dir abverlangen. Zudem tut eine kurzweilige Distanz von den ganzen Impressionen gut, um den Fokus wieder auf die wichtigen Punkte in deinem Moodboard zu verlagern.

Nach ein bis zwei Tagen kannst du dann entscheiden: Entspricht das, was ich zusammengetragen habe, meinen Vorstellungen? Kann ich aus diesem Moodboard heraus eine Linie für mich entwickeln? Du kannst dir hier auch noch einmal die Fragen aus Punkt #4 schnappen.

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